Mitten auf der Elbe schwimmt ein Krokodil

Klassische Kinderreime in Bewegung

Mitten auf der Elbe
schwimmt ein Krokodil,
wackelt mit dem Schwanze,
weiß nicht, was es will.

Bitte, gehn Sie rechts,
und bitte, gehn Sie links
denn so ein Krokodil
ist ein gefährlich Dings.

Kinderreime sind eine lebendige Tradition! In Kinderzimmern und Kindergärten kursieren sie als Abzählreime und Schlaflieder, als Rätsel und Fingerspiele, als absurde Lautgebilde oder heißgeliebte Sprachminiaturen. Ein paar Dutzend von ihnen sind wahre „Fossilien“, die sich nur wenig verändert haben, seit man vor etwa 200 Jahren begann, mündlich überlieferte Reime zu sammeln und aufzuschreiben. Und unverändert ist auch der Spaß, den Kinder (und mit ihnen Erwachsene) beim Immer-wieder-und-wieder-Aufsagen haben. Rechtsrum, linksrum, mitten durch die Mitte... In vielen bekannten Kinderreimen steckt allerdings nicht nur Sprachwitz, sondern auch Bewegung.

Welche Bewegungen das sein könnten und wie Reime selbst auch wieder Lust auf Bewegung machen, erforscht die Choreografin Irina Pauls mit SpielerInnen des tjg. schauspiel. Ihre Sprach- und Bewegungsbilder entstehen in engem Zusammenhang mit den Bildwelten des in Dresden lebenden Künstlers Martin Mannig. Gestalten aus seinen Gemälden und Collagen bevölkern den Theaterraum – und vielleicht ist auch ein gri-gra-grusliges Kri-Kra-Krokodil dabei.

weitere Informationen

Regie / Choreografie: Irina Pauls
Bühne / Kostüme / Objekte und Video: Martin Mannig
Musik: flim
Mit: Ulrike Sperberg, Nahuel Häflinger, Manuel de la Peza, Gregor Wolf
Uraufführung: 25. Januar 2014, tjg. theater junge generation, Dresden

In vielen bekannten Kinderreimen steckt nicht nur Sprachwitz, sondern auch Bewegung.

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