Workshop

Crossover– geeignet für Sänger, Musiker, Tänzer, Schauspieler
Laufen lassen Ich blicke auf mehr als dreißig Jahre Arbeit als Choreografin zeitgenössischer Tanzstücke zurück. Dabei treffen oft Künstler verschiedener Kunstsparten aufeinander: Sänger, Musiker, Tänzer, Schauspieler- professionell oder nicht-professionell. Sie alle bringen für die Arbeit mit dem Körper unterschiedliche Voraussetzungen mit. Wie kann eine solch verschiedenartige Gruppe im künstlerischen Prozess zusammenfinden und sich über den Körper austauschen? In der Werkstatt beginnen wir mit einer geschmeidigen Erwärmung am Boden: Wir spüren unser Körpergewicht, öffnen unsere Gelenke, krümmen unsere Wirbelsäule, breiten uns aus und falten uns zusammen... Fließende Bewegungen versetzen uns in eine gute Ausgangslage, um mit der Bewegung im Raum zu beginnen. Im Raum richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung des Um-Raumes und erleben die Beziehungen der Akteure zueinander als Gruppe oder in Paaren. Wir erzeugen verschiedene Dynamik durch die Qualität unserer Bewegung: Langsam, gemäßigt, schnell. Wir empfinden die Zeit der Pause und nutzen die Stille als ein strukturelles Element. Wir vertrauen unseren Ideen und verstehen, dass es nicht darum geht, ein Abbild zu erzeugen. Wir hören auf unseren Körper- etwas wird passieren- wir folgen der Intuition. Während wir uns bewegen gebe ich fortwährend Hinweise, um ein tieferes Einsinken in die Bewegung zu beflügeln. Dieser ständige Reiz unterstützt den kontinuierlichen Abgleich mit dem eigenen Körper. Das „laufen lassen“ , sich hineinbegeben, bringt die Vertiefung. Es gibt keinen Spiegel von außen, es gibt ein inneres Empfinden. Das erzeugt die Bewegung. Als Inspiration für die Teilnehmer gibt es Beschreibungen von verschiedenen sinnlichen Wahrnehmungen, Raumvorstellungen, Phantasieräumen, Naturphänomenen... Rhythmus im Raum entsteht durch die Wahrnehmung unserer Bewegungen, der Rhythmus kommt aus der Bewegung. Der Atem fließt über die Bewegung hinweg. Unsere Stimme begleitet uns auf natürliche Weise und unterstützt uns somit auf dem Weg zur eigenen Bewegungsfindung.

Wir folgen der Intuition.

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