Grand Piano

Performance im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Werkbundes 2014

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Deutsche Werkbund einer der wesentlichen Impulsgeber und Gestalter der Frühmoderne und in der Folge kritischer Begleiter der europäischen Industriegesellschaft.

Unter dem Titel „IndustrieKulturen“ wird auf der diesjährigen Jahrestagung in Leipzig gemeinsam untersucht, welche tradierten Strategien sich im Sinne einer ökologischen Moderne noch heute als belastbar zeigen und welche neuen Ansätze und Experimente sinnvoll erscheinen.

Als sich der Deutsche Werkbund Sachsen 1992 im Leipziger Grassimuseum gründete, war ich als Mitglied dabei.
Der fortwährende Austausch, den ich seitdem mit den „nicht- darstellenden Künstlern“ ergibt, ist für meine choreografische Arbeit immer Inspiration.

So wird auch diese neue Performance „grand piano 13 parts“ von den verschiedenen Ansätzen der Künstler bestimmt, die ich um Teilnahme gebeten habe: Architekten, Medienkünstler, Tänzer, Choreografen und ein Komponist befassen sich mit dem Material, welches in seiner herkömmlichen Zusammensetzung einen Flügel ausmachte.

Die Künstler performen ihre Vision einer Transformation des ausgedienten Materials. Sichtbar werden Prozesse, in denen die Reststoffe des Flügels ungewöhnlich umgewertet werden. Jeder baut und webt sich seinen eigenen neuen (Lebens-)Raum. Die persönlichen Sphären der Künstler überlagern sich. Die ständige Veränderung im Raum ist Bewegung, getragen von der Intensität der ganz neuen Erfahrung im Umgang mit dem bekannten Material.

 

Konzept: Irina Pauls, Sound: Flim
Termin: 20.09.2014, 21 Uhr
Spielstätte: Westwerk Leipzig, Große Halle / Karl-Heine-Straße 85-93, 04229 Leipzig

Trailer:

„Wie werden wir in Zukunft leben? Aus weniger mehr machen!“ (Ralf Fücks)

X